Forum Zürcher Abfallverwertung

Das Forum Zürcher Abfallverwertung ist die Zusammenarbeitsebene der fünf Betreiber von Kehrichtheizkraftwerken im Kanton Zürich. Gemeinsam betreiben sie 10 Verbrennungslinien an fünf Standorten mit einer Kapazität von insgesamt 740'000 Tonnen pro Jahr. Zum ZAV gehören die Kehrichtheizkraftwerke Limeco Dietikon, der Zweckverband Kehrichtverwertung Zürcher Oberland KEZO Hinwil, der Zweckverband für Abfallverwertung im Bezirk Horgen, Stadtwerk Winterthur und ERZ Entsorgung + Recycling Zürich.

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Organisation des Forum Zürcher Abfallverwertung:

  • Dr. Ueli Büchi, Präsident, Zweckverband Kehrichtverwertung Zürcher Oberland KEZO, Hinwil
  • Theo Leuthold, Mitglied, Zweckverband für Abfallverwertung im Bezirk Horgen
  • Dr. Matthias Gfeller, Mitglied, Stadtwerk Winterthur
  • Jean-Pierre Balbiani, Mitglied, Limeco Dietikon
  • Filippo Leutenegger, Mitglied, ERZ Entsorgung + Recycling Zürich

Im Hinblick auf eine koordinierte Investitionsplanung und Betriebsführung haben die fünf Partner im Rahmen der "Planungsgemeinschaft KVA Kanton Zürich" im September 2002 eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit abgeschlossen - die Geburtsstunde der heutigen Zusammenarbeit auf der Strategie- und Planungsebene. Aus dieser Zusammenarbeit resultieren die Zürcher Abfallverwertungs AG, die ZAV Recycling AG sowie die zentrale Klärschlammverbrennungsanlage, die von ERZ am Standort Werdhölzli realisiert wird. 

Mit ihrer Zusammenarbeit streben die fünf Partner die Sicherstellung einer nachhaltigen, wirtschaftlichen und ökologischen Verwertung von Abfällen an. Sie richten sich dabei nach den in der kantonalen und eidgenössischen Planung verankerten Zielen für die Abfall- und Ressourcenwirtschaft:

  • Schonung und Nutzung der Ressourcen
  • Ökoeffizienz und Energieeffizienz
  • Entsorgungssicherheit
  • Schutz von Umwelt und Bevölkerung

Das Forum Zürcher Abfallverwertung schafft in Zusammenarbeit mit dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) die notwendige Planungssicherheit und stellt sicher, dass für die Entsorgung der brennbaren Abfälle im Kanton jederzeit die richtige Kapazität am richtigen Ort bereitsteht.

Überprüfung der Kapazitäts- und Standortplanung im Kanton Zürich 2012 bis 2035

Kennzahlen des ZAV

Jährlich veröffentlicht der  ZAV seine Kennzahlen in einem Tätigkeits- und Umweltbericht.

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In den zehn Verbrennungslinien wurden im Jahr 2016 insgesamt 765 000 Tonnen Abfall thermisch verwertet, was einer Zunahme von rund 4000 Tonnen (+ 0,5 %) gegenüber dem Vorjahr entspricht. Weitere rund 21 000 Tonnen Abfälle vermittelte die Zürcher Abfallverwertungs AG zu mehreren ausserkantonalen Anlagen.

 

  2016 2015 2014
Abfallmenge verwertet  in t
Veränderung zu Vorjahr %
765404
+0.5
761 393
-1.8
775 090
-0.1
Wärmeproduktion in MWh
Veränderung zu Vorjahr %
731 732
+3.7
705 598
+10.0
641 502
-3.0
Stromproduktion in MWh
Veränderung zu Vorjahr %
481 993
+8.7
443 234
- 2.7
455 458
+1.2
Eisen-Rückgewinnung in t
Veränderung zu Vorjahr %
6 877
-16.0
8 186
-15.0
9 632
–5.5
Nichteisen-Rückgewinnung in t
Veränderung zu Vorjahr %
2 619
-8.2
2 852
-6.2
3 042
+4.8

 

Die Direktanlieferungen – der nicht von Gemeinden und Städten eingesammelte Kehricht – sind im Geschäftsjahr auf 350 000 Tonnen (+ 11,7 %) angestiegen. Darin enthalten sind rund 26 000 Tonnen Altholz.

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  2016 2014 2014
Kehricht, inkl. Sperrgut  in t 
Veränderung zu Vorjahr % 
362 201
-3.7
376 261
+0,3
388 993
+3.5
Direktanlieferungen in t 
Veränderung zu Vorjahr % 
349 764
+11.7
313 135
+2.8
304 554
-3.8
Lieferung anderer KHKW in t 
Veränderung zu Vorjahr %
17 426
+359.0
2 374
+100.0
0
 
Sonderabfälle in t 
Veränderung zu Vorjahr %
48 206
+18.6
40 658
+6.8
38 073
+3.2
Klärschlamm (EKS) in t 
Veränderung zu Vorjahr %
3 937
–87.1
30 626
–38.0
49 359
+1.1

 

Weitere Informationen finden Sie unter dem Link: Tätigkeits- und Umweltbericht 2016

Zürcher Abfallverwertungs AG

Die Zürcher Abfallverwertungs AG hat nach langjährigem Aufbau eine zentrale Bedeutung für die Zusammenarbeit der fünf Partner im Kanton Zürich erlangt. Durch die Betreuung der Marktkehricht-Kunden stellt sie die optimale Auslastung der Verwertungskapazitäten sicher und gewährleistet die Entsorgungssicherheit durch Aushilfe im Falle von geplanten und ungeplanten Anlagenstillständen.

Der Verwaltungsrat der Zürcher Abfallverwertungs AG ist aus Vertretern der strategischen und der operativen Ebenen aller KVA-Partner wie folgt zusammensetzt:

  • Theo Leuthold, VR-Präsident, Zweckverband für Abfallverwertung im Bezirk Horgen
  • Markus Grünenfelder, VR-Vize-Präsident, ERZ Entsorgung + Recycling Zürich
  • Patrik Feusi, VR-Mitglied, Limeco Dietikon
  • Roman Friedrich, VR-Mitglied, Stadtwerk Winterthur
  • Dr. Christian Schucan, VR-Mitglied, Zweckverband Kehrichtverwertung Zürcher Oberland KEZO, Hinwil

Verschiedenste Dienstleistungen unterstützen diese Zusammenarbeit.

  • Revisions- und Notfallplanung
  • Betriebscontrolling und Berichterstattung
  • Logistik
  • Beschaffung und Entsorgung
  • Lagerhaltung
  • Ausbildungsmittel und Kurswesen
  • Strategische Projekte
  • Zusammenarbeit mit Fachstellen und Verbänden
Ansprechpartner
Limeco

Limeco

Interkommunale Anstalt mit der Kehrichtverwertungsanlage Dietikon, zwei Verbrennungslinien und Kapazität für 85'000 Tonnen Abfall pro Jahr.

Limeco
Reservatstrasse 5
8953 Dietikon

Tel + 41 (44) 745 64 64
Fax + 41 (44) 745 64 60

Email: info@limeco.ch
Web: www.limeco.ch

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
07.15 - 12.00 Uhr
13.00 - 16.45 Uhr

 

 

Die Interkommunale Anstalt Limeco produziert Strom, der den Bedarf von über 19'000 Haushalten deckt, und Wärme, mit der sich bis zu 2’500 Wohnungen heizen lassen. Das Beste daran: Die Energie aus Dietikon ist grösstenteils erneuerbar, komplett CO2-neutral und lässt sich aus dem gewinnen, was Sie die Kanalisation runterspülen oder in den Gebührensack stecken. 85'000 Tonnen brennbaren Abfall pro Jahr verwertet Limeco im Kehrichtheizkraftwerk thermisch: Hauskehricht aus 37 Zürcher und Aargauer Gemeinden sowie Bau- und Industrieabfall. Hinzu kommt Schlamm aus der eigenen Abwasserreinigungsanlage. Bevor er verbrannt wird, fault er drei Wochen lang in riesigen Silos aus. Dabei bildet sich energiereiches Klärgas, das Blockheizkraftwerke in Strom und Wärme umwandeln. Aus Klärgas gewonnener Strom ist in seiner Ökobilanz dem Wind- und Solarstrom ebenbürtig. Die Abwärme des Kehrichtheizkraftwerks speist das regionale Fernwärmenetz: CO2-neutrale Heiz- und Prozesswärme für Dietiker Wohn-, Geschäfts- und Industriegebäude. Dank dem klimaschützenden Heizsystem lassen sich jährlich drei Millionen Liter Heizöl beziehungsweise 8’000 Tonnen CO2 einsparen.

Kezo

Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO)

Zweckverband mit der Kehrichtverwertungsanlage in Hinwil, drei Verbrennungslinien und Kapazität für 195'000 Tonnen Abfall pro Jahr.

KEZO
Zweckverband Kehrichtverwertung 
Zürcher Oberland 
Wildbachstrasse 2 
8340 Hinwil

Tel + 41 (44) 938 31 11
Fax + 41 (44) 938 31 08

 

Web: http://www.kezo.ch

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
07.00 - 16.15 Uhr

 

 

Der Zweckverband Kehrichtverwertung Zürcher Oberland KEZO betreibt in Hinwil seit dem Jahr 1963 ein Werk zur Behandlung von Kehricht und einen Kehricht-Sammeldienst. Anfänglich als reine Kompostieranlage konzipiert, wird der Kehricht seit 1976 ausschliesslich thermisch verwertet. Zentrale Anliegen der KEZO sind die Verringerung bzw. Vermeidung von Kehricht, die Reduktion der Schadstoffbelastung und die Rückgewinnung von Energie, Metallen und anderen Stoffen aus dem Kehricht. Die KEZO hat die Abfallwirtschaft der Schweiz nachhaltig mitgeprägt durch ihre innovative Entwicklung der Feuer- Leistungsregelung für Verbrennungslinien und durch die Einführung des Abfallunterrichts in den Schulen. Neuerungen im Schlackentrockenaustrag und die Energieversorgung eines Gewächshauses mit Abwärme sind weitere Projekte, welche die KEZO vorangetrieben hat. Mit Hilfe der Stoffbuchhaltung sowie einer Klimabilanz stellt sich die KEZO als Mitinitiantin der KVA-Charta der grossen Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft und weist diese auch transparent aus. Auch in der Schadstoffminimierung hat die KEZO die Nase vorn: Durch die Installation von Elektrofiltern (1971), von Rauchgas-Nasswäschern (1991) und durch eine katalytische Entstickungsanlage (1995) konnten die Schadstoffe der thermischen Verwertung bereits viel früher als vom Gesetz gefordert auf ein Minimum reduziert werden. Die jährliche Verbrennungskapazität der drei Öfen beträgt knapp 200'000 Tonnen. Der eingelieferte Kehricht stammt hauptsächlich aus der Zweckverbands-Region, wobei auch Kehricht aus anderen Regionen der Schweiz und dem nahen Ausland thermisch verwertet werden. Darüber hinaus wird der Klärschlamm aller Abwasserreinigungsanlagen (ARA) der Region direkt mit dem Kehricht vermischt und mitverbrannt. Aus dem eingelieferten Kehricht werden jährlich rund 110 GWh (Gigawatt-Stunden) Strom, 20 GWh Fernwärme, 3'000 t Metalle sowie 2'000 t Salz gewonnen.

Horgen

Zweckverband für Abfallverwertung im Bezirk Horgen

Kehrichtverwertungsanlage in Horgen, eine Verbrennungslinie und Kapazität für 35'000 Tonnen Abfall pro Jahr.

KVA Horgen
Zugerstr. 165
8810 Horgen

Tel + 41 (44) 718 24 24
Fax + 41 (44) 718 24 44

Email: info@zvho.ch
Web: www.kvahorgen.ch

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
07.00 - 11.45 Uhr
13.00 - 17.00 Uhr
Samstag
08.00 - 11.45 Uhr

Das Kehrichtheizkraftwerk Horgen steht umgeben von Waldabschnitten im idyllisch gelegenen Chnübrechitobel in Horgen und liegt 100 Höhenmeter über dem Seespiegel. Aus diesem Grund ist von der Anlage lediglich der Kamin sichtbar, dieser aber von weit her in der ganzen Region. Auf dem Betriebsareal sind neben der Verwaltung des Zweckverbands für Abfallverwertung im Bezirk Horgen auch weitere Geschäftsbereiche angesiedelt, so zum Beispiel die Recyclinghalle, die Sonderabfall- und die regionale Tierkörpersammelstelle. Das Kehrichtheizkraftwerk Horgen ist kontinuierlich modernisiert worden, so dass die Anlage jederzeit den gesetzlichen Vorgaben und dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Dabei stehen zusätzlich zu den Umweltaspekten die Bedürfnisse der Mitarbeitenden bezüglich Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Ergonomie sowie die Energienutzungseffizienz gleichermassen im Zentrum. Da die Anlage auch unmittelbar an Wohngebiete angrenzt, sind die Anforderungen in Bezug auf die Emissionen (Lärm und Gerüche) sowie den Verkehr von und zum KHKW sehr hoch. Die Ofenlinie des KHKW Horgen ist rund um die Uhr während über 8'000 Stunden pro Jahr in Betrieb. Für die dauerhafte Überwachung der Anlage sind im Schichtbetrieb immer zwei Personen gleichzeitig im Einsatz. Ein mit modernster Leittechnik ausgerüsteter Leitstand erleichtert den Mitarbeitenden die Überwachung der komplexen Systeme sowie die interne Koordination und Kommunikation. Alle für den Betrieb des Kehrichtheizkraftwerks relevanten Systeme erscheinen mit Statusmeldungen auf den Monitoren. Die Mitarbeitenden haben jederzeit in Echtzeit Zugriff auf alle Informationen. Anders als früher zeichnen sich heute alle Arbeitsplätze im Leitstand durch eine klimatisierte und angenehme Atmosphäre aus. Die jährliche Verbrennungskapazität des KHKW beträgt rund 35 000 Tonnen. Mit der neuen Gegendruckturbine wird der elektrische Energieabsatz um ca. 60 % erhöht. Rund ein Drittel der Horgener Wohnungen – das entspricht etwa 2200 Wohneinheiten – wird mit Komfortwärme (Heizung und Warmwasser) versorgt. Da etwa die Hälfte des verbrannten Abfalls Biomasse ist, gilt auch die Hälfte der abgegebenen Energie als CO2-neutral. Damit wurde der Grundstein für das Label «Energiestadt Horgen» gelegt.

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Stadtwerk Winterthur

Kehrichtverwertungsanlage in der Stadt Winterthur: zwei Verbrennungslinien und eine Verbrennungskapazität von jährlich 180 000 Tonnen Abfall.

Stadtwerk Winterthur
Kehrichtverwertungsanlage 
Scheideggstrasse 50 
8404 Winterthur 

Tel + 41 (52) 267 31 00
Fax + 41 (52) 267 31 01

Web: www.stadtwerk.winterthur.ch

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
07.00–16.30 Uhr
Samstag
08.00–11.00 Uhr

 

 

Die Geschichte der KVA
1963–1965
Bau der Kehrichtverwertungsanlage
1971
Inbetriebnahme der erste Dampfturbinengruppe
1978
Inbetriebnahme der erneuerten Verbrennungslinie 1
1986
Stimmvolk bewilligt Baukredit für erweiterte Rauchgasreinigung
1990
Stimmvolk sagt Ja zur Verbrennungslinie 2 mit Nass-Rauchgasreinigung und zur integrierten Entstickungsanlage für beide Verbrennungslinien.
1994
Inbetriebnahme der Verbrennungslinie 2
2007
Stimmvolk sagt Ja zum Ersatz der Verbrennungslinie 1, zur neuen Energiezentrale und zur 4. Rauchgasreinigungsstufe
2012
Inbetriebnahme der neuen Verbrennungslinie 1, der neuen Energiezentrale und der 4. Rauchgasreinigungsstufe
2013
Eröffnung des neuen Handablads
 
Energie aus Abfall
Die in der KVA von Stadtwerk Winterthur produzierte Menge Strom entspricht rund einem Fünftel des jährlichen Winterthurer Strombedarfs. Ausserdem produziert die KVA acht Prozent des jährlichen Wärmebedarfs der Stadt Winterthur. Es handelt sich dabei um weitgehend CO2-neutrale Wärme. Dank dieser Abwärmenutzung wird ein Ausstoss von rund 40 000 Tonnen CO2 in Winterthurer vermieden.

 

Erz

Stadt Zürich, ERZ Entsorgung + Recycling Zürich

Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz in der Stadt Zürich, zwei Verbrennungslinien und Kapazität für 250'000 Tonnen Abfall pro Jahr.

ERZ Entsorgung + Recycling
Hagenholzstrasse 110
Postfach
8050 Zürich

Tel + 41 (44) 645 77 77
Fax + 41 (44) 645 77 78

Web: www.erz.ch

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
07.00 - 17.00 Uhr

Samstag
07.30 - 14.00 Uhr

Das Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz steht im aufstrebenden Quartier Zürich-Nord. Im Werk Hagenholz sind auch weitere Geschäftsbereiche von ERZ Entsorgung+Recycling Zürich angesiedelt, so zum Beispiel der Recyclinghof und die kantonale Sonderabfallsammelstelle. Die Zusammenarbeit mit der Entsorgungslogistik, welche den Abfall aus der Stadt abholt, ist eng und aufeinander abgestimmt. Das Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz wurde 2010 mit einem Investitionsvolumen von ca. 235 Mio. Fr. technologisch auf den neusten Stand gebracht. Dabei stehen die Mitarbeitenden und die Nutzungseffizienz gleichermassen im Zentrum. Während Zürich rund um das Werk herum lebt und arbeitet, sind die Anlagen während 24 Stunden in Betrieb. Die Sicherheit für die Mitarbeitenden und die Stadtbevölkerung soll zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet der neue Leitstand für die Mitarbeitenden. Im neuen Leitstand sind die Arbeitsplätze von Betrieb und Schicht in einem Raum, das erleichtert die Koordination und Kommunikation erheblich und integriert die Schichtteams in den Alltag des Kehrichtheizkraftwerks. Alle für den Betrieb des Kehrichtheizkraftwerks relevanten Systeme erscheinen mit den Statusmeldungen auf den Grossbildschirmen und Monitoren – die Mitarbeitenden haben Zugriff zu allen Informationen. Die jährliche Verbrennungskapazität nach der Erneuerung beträgt ca. 240'000 t (inklusive der Klärschlamm-Mitverwertung 270'000 t). Mit der neuen Energiezentrale und den neuen Verbrennungslinien wird  der Energieabsatz um ca. 25 % erhöht und produziert so viel Strom, wie ca. 50'000 Menschen pro Jahr in den eigenen vier Wänden verbrauchen. Diese Wärme und Energie gilt es so effizient wie möglich zu nutzen und für die Stadtbevölkerung nutzbar zu machen. Das Fernwärmenetz versorgt rund 80'000 Wohnungen mit Wärme. Für die Stadt Zürich heisst das: dank mehr Energie aus Abfall 100'000 t weniger Kohlendioxid in der Luft und 35'000 t Erdöl eingespart. So spendet jeder 35-Liter-Kehrichtsack gleich viel Wärme wie 1,7 Liter Heizöl. Die Fernwärme der Stadt versorgt ca. 16 % der Stadt mit Wärme.